Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)

für Health & Performance Coaching

Stand: 11.04.2026

§ 1 Geltungsbereich

(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB“) gelten für alle Verträge zwischen Philipp Kappe, Scharnhorststr. 77a, 48151 Münster (nachfolgend „Coach“) und dem Auftraggeber (nachfolgend „Klient“) über die Erbringung von Coaching-Dienstleistungen im Bereich Health & Performance.

(2) Die Leistungen umfassen insbesondere 1:1-Coaching in den Bereichen Regeneration, Ernährung und Fitness/Training. Die Sessions finden wahlweise online (per Videokonferenz) oder vor Ort statt.

(3) Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende AGB des Klienten werden nur dann Vertragsbestandteil, wenn der Coach ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zugestimmt hat.

(4) Diese AGB gelten sowohl gegenüber Verbrauchern (im Sinne von § 13 BGB) als auch gegenüber Unternehmern (im Sinne von § 14 BGB).

§ 2 Vertragsgegenstand und Leistungsumfang

(1) Der Coach erbringt Coaching-Dienstleistungen im Bereich Health & Performance. Die konkreten Inhalte, der Umfang und die Dauer der Zusammenarbeit werden individuell im Coaching-Vertrag vereinbart.

(2) Coaching ist eine prozessorientierte Beratung und Begleitung. Der Coach schuldet keine bestimmten Ergebnisse, sondern die sorgfältige Erbringung der vereinbarten Leistung (Dienstvertrag gemäß §§ 611 ff. BGB). Der Erfolg des Coachings hängt wesentlich von der aktiven Mitwirkung des Klienten ab.

(3) Wichtiger Hinweis: Coaching ersetzt keine ärztliche, psychotherapeutische oder diättherapeutische Behandlung. Der Coach stellt keine medizinischen Diagnosen und gibt keine Heilversprechen ab. Bei bestehenden oder vermuteten Erkrankungen ist der Klient verpflichtet, vor Beginn des Coachings einen Arzt zu konsultieren.

(4) Der Coach behält sich vor, den Klienten an geeignete Fachärzte, Therapeuten oder andere Spezialisten zu verweisen, wenn dies im Interesse des Klienten liegt.

§ 3 Zustandekommen des Vertrags

(1) Die Darstellung der Coaching-Leistungen auf der Website des Coaches stellt kein verbindliches Angebot dar, sondern eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots (invitatio ad offerendum).

(2) Der Vertrag kommt zustande durch Unterzeichnung des individuellen Coaching-Vertrags durch beide Parteien. Eine Bestätigung per E-Mail steht der Schriftform gleich, sofern beide Parteien dies akzeptieren.

(3) Der Coach ist berechtigt, die Annahme eines Auftrags ohne Angabe von Gründen abzulehnen.

§ 4 Termine und Durchführung

(1) Coaching-Sessions finden zu den individuell vereinbarten Terminen statt. Die Sessions werden wahlweise online per Videokonferenz oder vor Ort durchgeführt. Die Modalität wird im Coaching-Vertrag festgelegt und kann nach Absprache geändert werden.

(2) Für Online-Sessions stellt der Coach die technische Infrastruktur (Videokonferenz-Tool) bereit. Der Klient ist verantwortlich für eine stabile Internetverbindung, ein funktionsfähiges Endgerät sowie eine ungestörte Umgebung.

(3) Jede Session hat die im Coaching-Vertrag vereinbarte Dauer. Eine Verlängerung ist nach Absprache möglich und wird ggf. gesondert berechnet.

§ 5 Terminabsage und Umbuchung

(1) Termine können vom Klienten bis spätestens 48 Stunden vor dem vereinbarten Termin kostenfrei storniert oder umgebucht werden.

(2) Bei Absage oder Nichterscheinen innerhalb von 48 Stunden vor dem Termin wird die volle Sessiongebühr fällig. Der Coach ist in diesem Fall nicht zur Nachholung der Session verpflichtet.

(3) Ausnahmen gelten bei nachweislich schwerer Erkrankung oder höherer Gewalt. In diesen Fällen wird einvernehmlich eine Lösung gesucht.

(4) Der Coach ist berechtigt, Termine aus wichtigem Grund (z. B. eigene Erkrankung) abzusagen. In diesem Fall wird ein Ersatztermin angeboten.

§ 6 Vergütung und Zahlung

(1) Die Vergütung richtet sich nach dem individuell vereinbarten Coaching-Vertrag. Alle Preise verstehen sich als Endpreise. Umsatzsteuer wird gemäß § 19 UStG (Kleinunternehmerregelung) nicht ausgewiesen, sofern anwendbar. Andernfalls wird die gesetzliche Umsatzsteuer gesondert ausgewiesen.

(2) Die Zahlung erfolgt per Überweisung auf das vom Coach genannte Geschäftskonto. Rechnungen sind innerhalb von 14 Tagen nach Rechnungsstellung ohne Abzug zu begleichen.

(3) Bei Buchung eines Pakets kann eine Teilzahlung vereinbart werden: 50 % bei Buchung, 50 % zur Mitte des Pakets. Die genaue Zahlungsmodalität wird im Coaching-Vertrag festgelegt.

(4) Kommt der Klient mit der Zahlung in Verzug, ist der Coach berechtigt, weitere Sessions bis zum vollständigen Zahlungseingang auszusetzen. Gesetzliche Verzugszinsen gemäß § 288 BGB bleiben unberührt.

§ 7 Mitwirkungspflichten des Klienten

(1) Der Klient verpflichtet sich, dem Coach alle für das Coaching relevanten Informationen wahrheitsgemäß und vollständig mitzuteilen. Dazu gehören insbesondere bestehende Erkrankungen, Medikamenteneinnahme, Verletzungen und sonstige gesundheitliche Einschränkungen.

(2) Der Klient trägt die Verantwortung für die Umsetzung der besprochenen Maßnahmen. Der Coach haftet nicht für Schäden, die durch eigenmächtige Abweichung von den Empfehlungen oder durch Verschweigen relevanter Informationen entstehen.

(3) Änderungen des Gesundheitszustands während der Zusammenarbeit sind dem Coach unverzüglich mitzuteilen.

§ 8 Vertraulichkeit und Datenschutz

(1) Der Coach verpflichtet sich, alle im Rahmen des Coachings erlangten Informationen streng vertraulich zu behandeln. Eine Weitergabe an Dritte erfolgt nur mit ausdrücklicher schriftlicher Zustimmung des Klienten.

(2) Die Erhebung, Verarbeitung und Nutzung personenbezogener Daten erfolgt ausschließlich im Rahmen der geltenden Datenschutzgesetze (DSGVO, BDSG). Gesundheitsbezogene Daten unterliegen dem besonderen Schutz gemäß Art. 9 DSGVO. Näheres regelt die gesonderte Einwilligungserklärung zur Verarbeitung von Gesundheitsdaten.

(3) Für die Durchführung von Online-Sessions werden Drittanbieter-Tools (z. B. Google Meet) eingesetzt. Der Coach stellt sicher, dass mit diesen Anbietern Auftragsverarbeitungsverträge (AVV) gemäß Art. 28 DSGVO abgeschlossen sind. Der Klient wird über die eingesetzten Tools informiert.

(4) Weitere Informationen zum Datenschutz finden sich in der Datenschutzerklärung auf der Website des Coaches.

§ 9 Haftung und Haftungsausschluss

(1) Wichtiger Hinweis: Coaching ist keine Heilbehandlung. Der Coach gibt keine medizinischen Diagnosen und keine Heilversprechen ab. Die Empfehlungen des Coaches ersetzen nicht den Besuch bei einem Arzt, Heilpraktiker oder Psychotherapeuten.

(2) Die Haftung des Coaches ist – soweit gesetzlich zulässig – auf Fälle von Vorsatz und grober Fahrlässigkeit beschränkt. Eine Haftung für leichte Fahrlässigkeit besteht nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten), wobei die Haftung in diesen Fällen auf den vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt ist. Die gesetzliche Haftung für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit bleibt hiervon unberührt.

(3) Eine weitergehende Haftung ist – soweit gesetzlich zulässig – ausgeschlossen. Dies gilt insbesondere für Schäden, die durch eigenverantwortliche Umsetzung der Coaching-Inhalte durch den Klienten entstehen.

(4) Der Klient nimmt auf eigene Verantwortung und eigenes Risiko an Trainings- und Bewegungseinheiten teil, die im Rahmen des Coachings empfohlen oder angeleitet werden. Der Coach empfiehlt dem Klienten den Abschluss einer geeigneten Unfall- bzw. Haftpflichtversicherung.

§ 10 Widerrufsrecht für Verbraucher

(1) Verbraucher im Sinne von § 13 BGB haben bei Fernabsatzverträgen ein gesetzliches Widerrufsrecht gemäß §§ 312g, 355 BGB. Die Einzelheiten ergeben sich aus der gesonderten Widerrufsbelehrung, die dem Klienten bei Vertragsschluss übermittelt wird.

(2) Das Widerrufsrecht erlischt vorzeitig, wenn der Coach mit der Ausführung der Dienstleistung mit ausdrücklicher Zustimmung des Klienten vor Ablauf der Widerrufsfrist begonnen hat und der Klient seine Kenntnis vom Verlust des Widerrufsrechts bestätigt hat (§ 356 Abs. 4 BGB).

§ 11 Vertragslaufzeit und Kündigung

(1) Die Vertragslaufzeit ergibt sich aus dem individuellen Coaching-Vertrag.

(2) Beide Parteien können den Vertrag aus wichtigem Grund fristlos kündigen. Ein wichtiger Grund liegt insbesondere vor, wenn eine Partei wesentliche Vertragspflichten trotz Abmahnung wiederholt verletzt.

(3) Bei vorzeitiger Kündigung durch den Klienten ohne wichtigen Grund sind bereits geleistete Zahlungen für nicht in Anspruch genommene Sessions nicht erstattungsfähig, es sei denn, im Coaching-Vertrag ist eine abweichende Regelung getroffen.

(4) Der Coach behält sich vor, die Zusammenarbeit zu beenden, wenn er feststellt, dass der Klient eine Betreuung benötigt, die über den Rahmen des Coachings hinausgeht (z. B. medizinische oder psychotherapeutische Behandlung).

§ 12 Geistiges Eigentum

(1) Alle im Rahmen des Coachings bereitgestellten Materialien (Trainingspläne, Ernährungspläne, Handouts, Präsentationen etc.) sind urheberrechtlich geschützt und dürfen ohne ausdrückliche schriftliche Zustimmung des Coaches nicht vervielfältigt, verbreitet oder Dritten zugänglich gemacht werden.

(2) Der Klient erhält ein einfaches, nicht übertragbares Nutzungsrecht für den persönlichen Gebrauch.

§ 13 Schlussbestimmungen

(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.

(2) Änderungen und Ergänzungen dieser AGB bedürfen der Schriftform. Dies gilt auch für die Aufhebung des Schriftformerfordernisses.

(3) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden, so wird die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen hierdurch nicht berührt. Anstelle der unwirksamen Bestimmung tritt eine wirksame Regelung, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Bestimmung am nächsten kommt.

(4) Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit dem Vertrag ist – soweit gesetzlich zulässig – der Sitz des Coaches.

(5) Die Europäische Kommission stellt eine Plattform zur Online-Streitbeilegung (OS) bereit: https://ec.europa.eu/consumers/odr/. Der Coach ist weder verpflichtet noch bereit, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.

Philipp Kappe, Münster, 11.04.2026